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Dienstag, 07.Februar 2023 Uhr

 
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Verschiedenes 

Strandbad verlängert die Badesaison

Strandbad verlängert die Badesaison
Strandbad Freiburg / Foto: Freiburger Bäder

• Hallenbäder öffnen ab 12.09.2022
• Energiesparmaßnahmen in Hallenbädern umgesetzt

Am 11.09.2022 mit dem Ende der Schulferien, endet die Badesaison in den Freibädern der Regio Bäder GmbH. Jedoch nicht im Strandbad. Aufgrund des guten Wetters wird die Saison im Strandbad um eine Woche bis Sonntag, den 18.09.2022 verlängert. Allerdings gelten dann verkürzte Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr.

Am 12.09.2022 werden die Hallenbäder geöffnet und sind für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Bereits am 12.09.2022 beginnt der erste Schwimmkurs. Die Öffnungszeiten der einzelnen Bäder sind online zu finden (klicke unten auf "mehr")

„Die angekündigten sommerlichen Temperaturen möchten wir für eine Verlängerungsrunde im Strandbad nutzen.“, so Sportbürgermeister Stefan Breiter, „damit die Schwimmbegeisterten, Familien, Kinder und Jugendliche noch ihre Bahnen bis einschließlich 18. September ziehen können.“ Eine längere Öffnungszeit des Strandbades ist aus Personalmangel nicht möglich. Rechtzeitig mit dem Schulbeginn können alle Hallenbäder wieder geöffnet und deren Betrieb sichergestellt werden. Damit können die Schulen und Vereine ihre Schwimmausbildung und ihr Training durchführen und die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit kontinuierlich zu schwimmen.“

Für den Weiterbetrieb des Strandbades in der Nachsaison wird Energie benötigt. Die Verlängerung der Badesaison um eine Woche ist ein Kompromiss zwischen den Wünschen der Freiburgerinnen und Freiburger und der Notwendigkeit, Energie zu sparen. Mit dem Beginn der Hallenbadsaison werden die im Frühjahr begonnenen Energiesparmaßnahmen in den Hallenbädern weitergeführt. Die Wasser- und Raumlufttemperatur in der Badhallen wird um zwei Grad Celsius im Vergleich zum Normalbetrieb abgesenkt. Die Saunen im Faulerbad und Haslacher Bad werden nicht betrieben. Warmbadetage finden nicht statt. Filterrückspülungen werden bei gleichzeitiger Einhaltung der Vorschriften so wenig wie möglich und so viel wie nötig vorgenommen. Zusätzlich wird bei den Lüftungsanlagen eine Nachtabsenkung durchgeführt. Darüber hinaus sind die Unterwasser-Beleuchtungen sowie die Innen-Beleuchtungen in den Bädern mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet oder werden, wie im Faulerbad, in Kürze in der Badehalle auf LED-Technologie umgestellt. Ferner wird der Betrieb der Pumpen der Wasseraufbereitungsanlagen zur Energieeinsparung frequenzgesteuert.

Weiteres Einsparungspotenzial bietet das Absenken der Lufttemperatur in Vorräumen und Umkleidebereichen, sowie in den Personal- und Nebenräumen.

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Veranstaltungen 

Frugalité Créative - Weniger ist genug

Frugalité Créative - Weniger ist genug
Ancy-Dornot, Christophe Aubertin © Olivier Mathiotte

Ausstellung vom 20.09.-25.11.2022 im Centre Culturel Français Freiburg

Am Freitag, den 16. September, dem Abend der Freiburger Nocturne, eröffnen wir im Centre Culturel Français Freiburg die zweisprachige Wanderausstellung „Frugalité créative – weniger ist genug“.

Die zweisprachige Wanderausstellung „Frugalité créative – weniger ist genug“ präsentiert eine Vielfalt an Beispielen frugaler Architektur und bietet einen deutsch-französischen Austausch zu nachhaltigem Bauen, Wohnen und Leben. Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet.

Hintergrund des Projekts:

Der Bausektor erzeugt etwa 40% der Treibhausgase und 40% der Abfälle und verbraucht dabei mehr als 40% der natürlichen Ressourcen. Sowohl in der Architektur als auch in der Stadt- und Raumplanung ist daher ein Paradigmenwechsel hin zu einer ressourcen-schonenden und kreativen Herangehensweise unumgänglich. Um diesen voranzutreiben haben Dominique Gauzin-Müller (Architektin und Publizistin), Alain Bornarel (Ingenieur) und Philippe Madec (Architekt und Stadtplaner) im Januar 2018 die Bewegung „Frugalité heureuse” (www.frugalite.org) ins Leben gerufen und das „Manifest für eine glückliche und kreative Genügsamkeit“ verfasst. Der Bund Deutscher Architekten (BDA) hat im Mai 2019 einen Text mit ähnlichem Inhalt unter dem Titel „Haus der Erde“ veröffentlicht. Das gemeinsame Ziel ist eine Architektur, die respektvoller mit natürlichen Ressourcen umgeht, die das Wissen aus tradierten Bauweisen nutzt und ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne sucht.

Die Ausstellung „Frugalité créative - weniger ist genug“ bietet einen deutsch-französischen Austausch und beleuchtet die verschiedenen Positionen anhand von Beispielen frugaler Architektur, die auf beiden Seiten des Rheins entstanden sind. Die Kuratorinnen Dominique Gauzin-Müller und Kyra Bullert haben 20 beispielhafte Bauten in Frankreich (Grand-Est) und 15 im deutschsprachigen Raum (Baden-Württemberg, Schweiz und Vorarlberg) für die Ausstellung ausgewählt. Studierende der Universität Stuttgart haben die Recherche und die ergänzende Dokumentation der 15 deutschsprachigen Projekte übernommen. Gemeinsam mit der Kommunikationsdesignerin Anna Kraus schuf der Architekt und Ausstellungsgestalter Thomas Rustemeyer eine zeitgenössische Szenografie, die das Publikum zur Interaktion einlädt. Die zweisprachige Wanderausstellung wurde am 15. März 2021 im Wechselraum des BDA in Stuttgart eröffnet. Nach zahlreichen Stationen in Deutschland und Frankreich ist sie nun ab dem 20. September im Centre Culturel Français Freiburg zu sehen.

Was ist nachhaltige Architektur?

Auf regionale Ressourcen und traditionelle Bautechniken zurückzugreifen, ist eine Strategie, die in der Architektur an Bedeutung gewinnt. In Deutschland und erst recht in Frankreich werden immer mehr Gebäude nach dem Prinzip der „Frugalität“ gebaut: Reduzierung des Flächen-, Rohstoff- und Energieverbrauchs. Kurze Lieferketten und der Einsatz regionaler Materialien helfen, Kosten und schädliche Emissionen zu minimieren und gleichzeitig lokale Arbeitsplätze zu schaffen. Bauen mit Strohballen? Skeptiker gibt es immer noch viele, aber Hunderte von großen öffentlichen Einrichtungen und Sozialwohnungen, die im letzten Jahrzehnt in Frankreich gebaut wurden, sind mit diesem reichlich vorhandenen Nebenprodukt der Landwirtschaft gedämmt.

Auf einem Planeten, dessen Ressourcen und Artenvielfalt schwinden, sollten „Bescheidenheit und Angemessenheit“ ein Leitmotiv werden.

Das „Manifest für eine glückliche und kreative Genügsamkeit“ ist der Ausgangspunkt des Projekts. Es appelliert an eine kollektive Intelligenz, denn „die Genügsamkeit lehnt den technologischen Ansatz ab und setzt auf die aktive Beteiligung der Nutzer. Nicht das Gebäude ist intelligent, sondern seine Bewohner“ schreiben die drei Co-Autoren in ihrem engagierten Text, der im Januar 2021 bereits von mehr als 11.500 Menschen weltweit unterzeichnet wurde (www.frugalite.org).

Unter den etwa dreißig Gruppen, die sich in Frankreich und im Ausland gebildet haben, um lokale Lösungen zu unterstützen, sind die in der Region Grand Est besonders aktiv. In Lothringen wird die Gruppe von Christophe Aubertin geleitet, im Elsass von François Liermann. Beide sind auch Partner in diesem Ausstellungsprojekt. Die in der Ausstellung präsentierte Kartierung der regionalen Materialien und Bezugsquellen (Sägewerke, Steinbrüche, etc.), der Handwerksbetriebe und inspirierenden Gebäude, sollen die Besucher anregen sich abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen und sie ermutigen sich am notwendigen ökologischen und gesellschaftlichen Wandel zu beteiligen.

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Verschiedenes 

Atommüll Schweiz: Ein Debattenbeitrag aus der Umweltbewegung

Atommüll Schweiz: Ein Debattenbeitrag aus der Umweltbewegung
(c) mitwelt.org

Die Schweizer Regierung gibt am 12.9.2022 bekannt, wo das "Endlager" für atomare Abfälle gebaut werden soll. Zur Auswahl stehen drei Standorte in der Nähe der Grenze zur Hochrhein-Bodensee-Region. Drei Standorte sind im Gespräch: Die Gebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost in den Kantonen Aargau, Zürich und Thurgau.

- Die kleine Schweiz betreibt heute noch vier (von ehemals fünf) Atomreaktoren, darunter das älteste AKW der Welt in Beznau.
- Drei dieser AKW stehen nahe an der deutschen Grenze. Dazu kommt das grenznahe, hochgefährliche atomare Zwischenlager mit atomarem Verbrennungsofen in Würenlingen.
- Auch die jetzt in der Diskussion befindlichen Gebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost in den Kantonen Aargau, Zürich und Thurgau liegen nicht weit von der Grenze entfernt.
- Die Frage muss erlaubt sein, wie die Schweiz regieren würde, wenn ein Nachbarstaat alle seine atomaren Risiken im Grenzgebiet ballen würde?
- Es geht nach Betreiber-Schätzungen um rund 9.300 Kubikmeter hochradioaktive Abfälle sowie um rund 56.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle, von denen rund die Hälfte beim Rückbau von Kernkraftwerken anfallen. Dazu kommen rund 16.000 Kubikmeter, die im Bereich Medizin, Industrie und Forschung anfallen. Der Großteil der Radioaktivität findet sich im hochradioaktiven Müll, der eine Million Jahre sicher eingeschlossen werden muss.
- Weil "wir Menschen zu schlecht sind, um Atommüll dauerhaft oberirdisch zu lagern", hat die Umweltbewegung zähneknirschend früh die Notwendigkeit eines "möglichst sicheren" Endlagers akzeptiert.
- Weil die Umweltbewegung mit dieser ethisch notwendigen Haltung in den Konflikt gegangen ist, wurde sie nach dem Prinzip der Salamitaktik über den Tisch gezogen und in unendlichen "dialogischen Prozessen" aufgerieben.
- Die von der Atomindustrie abhängige NAGRA (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) hat die Erzeugung der Illusion von Beteiligung sehr gut gemanagt. Je direkter die Demokratie, desto perfekter die PR- und Durchsetzungsstrategien.
- Die NAGRA hat geologisch eine seriöse wissenschaftliche Arbeit geliefert. Sie hat aber frühzeitig die Illusion geweckt, die Schweiz wäre in der Lage, hochradioaktiven Müll zu lagern.
- Die Arbeit der NAGRA war so langwierig und teuer, dass sie heute "too expensive to fail" ist.
- Die Schweiz ist ein geologisch sehr aktives Land. Die immer noch wachsenden Alpen kommen für ein atomares Endlager nicht infrage. Die früh angedachte "Granitoption" war aus geologischen Gründen nicht machbar. Nicht nur die Geologie, sondern auch die politische Akzeptanz scheint leider eine wichtige Rolle bei der Standortauswahl zu spielen.
- Der jetzt als Enlagerformation gepriesene Opalinuston hat Vor- und Nachteile, kommt theoretisch aber für ein atomares Endlager aber infrage.
- Offen ist die Frage, ob es noch sinnvoll ist, Atommüll in nur 600 bis 900 Metern Tiefe vergraben. Die Nutzung des Untergrunds wird in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten massiv zunehmen.
- "Die Standorte Bözberg und Nördlich Lägern liegen über einem Permo-Karbon-Trog, dessen Bedeutung bisher einfach nicht sauber abgeklärt wurde. Findet man tatsächlich Erdgas in diesem Trog, dürften die Tage eines Endlagers in diesen Gebieten gezählt sein" sagt der unabhängige Experte Marcos Buser
- Die Opalinustonschichten in der Schweiz sind im internationalen Vergleich sehr dünn, auch wenn die NAGRA gerne die darüber und darunter liegenden tonhaltigen Schichten dazurechnet.
- Kritische Geologen und Geologinnen weisen auf Schwachstellen der bisherigen Ergebnisse hin. Offen ist die zentrale und entscheidende Frage, ob sich unter den drei vorgeschlagenen Standorten wirklich mindestens einer findet, der den Sicherheitsansprüchen an ein geologisches Tiefenlager für eine Zeitdauer von 1 Million Jahren wirklich genügt.
- Ein Standort am Rhein muss eine Gefährdung der Unterlieger und der Wasserentnahme aus dem Rhein vermeiden.

Politisch unkorrektes Fazit:
Der jetzt am Montag vorgestellte "eine" Standort für das Endlager muss kritisch und unabhängig geprüft werden. Doch was tun, wenn der beste aller schlechten Schweizer Standorte nicht geeignet ist Atommüll über einen Zeitraum von 33.000 Menschheits-Generationen sicher zu verwahren? Es ist politisch korrekt zu fordern, dass jedes Land, das AKW betreibt, den Atommüll auf eigenem Boden endlagert. Es ist wissenschaftlich korrekt anzunehmen, dass Atommüll eine längere Halbwertszeit hat als Nationalstaaten. Wenn nicht wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen werden kann, dass das Schweizer Endlager den Sicherheitsansprüchen an ein geologisches Tiefenlager für eine Zeitdauer von 1 Million Jahren wirklich genügt, dann müssen internationale Lösungen angedacht werden. Dann muss die Schweiz "Abnehmer" für den langlebig-hochradioaktiven Müll suchen, dafür aber als Ausgleich große Mengen an leicht- und mittelaktivem Müll importieren. Für die Lagerung von leicht- und mittelaktivem Müll dürfte der Schweizer Opalinuston geeignet sein. Sich mit dem Export des ganzen Atommülls aus der Verantwortung zu stehlen, geht nicht.

Die Produktion von hochradioaktivem Atommüll, der 33.000 Menschheitsgenerationen gefährdet, hat Probleme geschaffen, die sich leider mit politischer Korrektheit und dem alten Denken in engen Nationalstaatsgrenzen nicht immer lösen lassen.
Wenn die Badewanne überläuft, dann beginnt man nicht mit dem Aufwischen, sondern stellt zuerst die Wasserzufuhr ab. Die weitere Produktion von Atommüll, gerade auch im ältesten AKW der Welt, muss auch in der Schweiz schnell beendet werden.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Der Autor war 30 Jahre lang BUND-Geschäftsführer und ist Mitglied im Vorstand des Trinationalen Atomschutzverbandes TRAS)

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Veranstaltungen 

Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September

Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September
Archäologisches Museum Colombischlössle / Foto: Patrick Seeger

Buntes Programm in Archäologischen Museum Colombischlössle und Museum für Stadtgeschichte. Eintritt frei

Unter dem Motto „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ findet am Sonntag, 11. September, der diesjährige bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. Aus diesem Anlass ist der Eintritt ins Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, und ins Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, an diesem Tag frei. In beiden Museen gibt es ein buntes Programm für Groß und Klein.

Im Archäologischen Museum Colombischlössle stehen um 10.30, 11.30, 15 und 16 Uhr Kurzführungen mit dem Titel „Das Colombischlössle – ein Traumhaus und Kulturraum“ auf dem Programm. Besuchende lernen den neugotischen Baustil des Hauses kennen und wandeln auf den Spuren europäischer Kulturgeschichte. Bei der Entdeckungstour „Cooles Campen oder Fußbodenheizung?“ erforschen Familien mit Kindern ab 5 Jahren um 14 Uhr, wie Leben und Wohnen von der Steinzeit bis zu den Römern aussahen. Mutige Museumsdetektivinnen und -detektive können außerdem bei einem Escape Game von 11 bis 16 Uhr das Rätsel um einen gestohlenen Münzschatz knacken.

Die 1859 bis 1861 im Stil englischer Neugotik erbaute Villa entstand nach Plänen des Freiburger Architekten Georg Jakob Schneider (1809–83). Das Gebäude steht auf der einstigen Bastion St. Louis, einem der wenigen Reste der Stadtbefestigung von Vauban aus dem 17. Jahrhundert. Mit dem Namen Colombischlössle wurde die Villa nach ihrer Bauherrin, der Gräfin Maria Antonia Gertrudis de Colombi y de Bode (1809–63), benannt.

Von 1909 bis 1924 war hier die städtische Altertumssammlung zu sehen. Es folgten Nutzungen als Hochbau- und Standesamt. Von 1947 bis 1952 regierte dann Leo Wohleb vom Colombischlössle aus den selbstständigen Staat Baden. Danach zogen das Stadtarchiv und das Oberlandesgericht ein. Seit 1983 zeigt das Museum für Ur- und Frühgeschichte hier seine Schätze. 2007 wurde es in „Archäologisches Museum Colombischlössle“ umbenannt.

Auch im Museum für Stadtgeschichte am Münsterplatz erwartet Interessierte ein abwechslungsreicher Tag. Bei Führungen mit dem Titel „Barocke Illusion im Künstlerhaus“ um 12.30 und 15.30 Uhr steht die Architektur des prächtigen Palais in prominenter Lage im Mittelpunkt. Wie die Handwerksleute im Mittelalter das Freiburger Münster ohne Hebebühne und Kran gebaut haben, erfahren Familien mit Kindern ab 5 Jahren bei der Führung „Achtung mittelalterliche Baustelle“ um 11 und 14 Uhr. Zur Erinnerung an die Entdeckungsreise prägt jedes Kind eine Münze mit dem Abbild des ersten Freiburger Rappenpfennigs.

Das Haus „Zum Schönen Eck" hat sich der Maler, Bildhauer, Architekt und Stifter Johann Christian Wentzinger (1710–97) im Jahr 1761 als Wohn- und Atelierhaus bauen lassen. Die aufwändige Fassade und das anspruchsvolle Treppenhaus sind ein Höhepunkt spätbarocker Architektur. Das auch als „Wentzingerhaus“ bekannte Gebäude kam 1905 in den Besitz der Stadt und nahm 1927 die Gemäldegalerie des Augustinermuseums auf. Als eines von wenigen Häusern am Münsterplatz blieb es 1944 von den Bomben verschont und beherbergte von 1946 bis 1983 die Staatliche Musikhochschule. Die Adelhausenstiftung, in deren Besitz es 1988 überging, ließ das Wentzingerhaus bis 1993 umfassend für das neu gegründete Museum für Stadtgeschichte instandsetzen. Es wurde 1994 eröffnet.

Ziel des Tages des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert.

Das vollständige Programm der Städtischen Museen mit weiteren Infos steht auf www.freiburg.de/tag-des-offenen-denkmals.

zum Bild oben
Archäologisches Museum Colombischlössle – Städtische Museen Freiburg
Foto: Patrick Seeger

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Verschiedenes 

Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.

Jetzt bewerben für das Förderprogramm „Demokratie leben!“

Projekte, die sich für Vielfalt, Teilhabe und demokratisches Verhalten, für ziviles Engagement und gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus einsetzen, können auch im nächsten Jahr wieder durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert werden. Seit Montag, 5. September, können in Freiburg Anträge für 2023 gestellt werden.

Kommendes Jahr werden besonders Projekte gefördert, die sich für Demokratie und Mitbestimmung in öffentlichen Institutionen einsetzen. Zwei weitere Schwerpunkte widmen sich den Themen Flucht und Migration sowie Armut und Klassismus.

Es werden besonders die Anträge berücksichtigt, bei denen Vernetzung und Kooperation auf Augenhöhe stattfindet, Eigeninitiative und Selbstorganisation von Zielgruppen gefördert sowie zivilgesellschaftliches Engagement aktiviert wird. Ausdrücklich werden migrantische Selbstorganisationen ermutigt, sich zu bewerben.

Die Frist für Anträge beginnt am Montag, 5. September und läuft bis zum 17. Oktober. Die Höchstfördersumme liegt bei 5000 Euro. Im Einzelfall können Projekte mit größerer Reichweite nach einem Beratungsgespräch mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Die Projekte müssen im Jahr 2023 stattfinden.

Das Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt es seit 2015, mit mittlerweile mehr als 300 teilnehmenden Städten. In Freiburg wird es im nächsten Jahr bereits zum achten Mal umgesetzt. Dafür ist die Partnerschaft für Demokratie verantwortlich, die durch das Amt für Migration und Integration, zusammen mit dem Informationszentrum 3. Welt (iz3w) gebildet wird. Das Ziel ist es, Strukturen für eine tolerante und gleichberechtigte Stadtgesellschaft zu schaffen und nachhaltig zu verankern. Im aktuellen Förderjahr laufen 26 Einzelprojekte und acht Jugendprojekte, die sich aktiv für eine demokratische Stadtgesellschaft einsetzen. Das Programm richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch an Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie zivilgesellschaftliche Akteure.

Informationen zur Antragstellung sowie einen Projektleitfaden gibt es unter www.freiburg.de/demokratie-leben. Der Antrag kann dort online eingereicht werden. Für Fragen stehen Kathi King, 0761/707-52316 (iz3w – Informationszentrum 3. Welt, koordination@iz3w.org) und Friederike v. Freytag-Loringhoven, 0761/201-6336 (Amt für Migration und Integration, demokratieleben@stadt.freiburg.de) zur Verfügung.

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Veranstaltungen 

Katholische Akademie startet Herbstprogramm

Das neue Herbstprogramm der Katholischen Akademie Freiburg startet mit Veranstaltungen zum Thema „verletzlich“.

Auf das Thema „verletzlich“ legt die Katholische Akademie ihren Fokus auch im zweiten Halbjahr 2022 und bietet Veranstaltungen zu theologischen, religiösen, gesellschaftlichen, ethischen, politischen und kulturellen Themen an. „Dass wir mit der Wahl des Fokus ‚verletzlich‘ richtig liegen, war vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie absehbar, dass sich die Aktualität durch den Krieg in der Ukraine noch erhöht hat, macht uns betroffen“, so der kommissarische Direktor Norbert Schwab.

Die Tagung „Globale Gesundheit“ am 7./8. Oktober geht der Frage nach, welche Lehren aus COVID-19 gezogen werden müssen, um künftigen Pandemien effektiver begegnen zu können. Bei der Abendveranstaltung in der Reihe „Digitaler Diwan“ am 15. Dezember geht es konkret um digitale Kriegsführung.

Weitere Veranstaltungen nähern sich anderen Formen von Verletzlichkeit: Beispielsweise nimmt der Studientag „Demenz und Trauer“ am 21. September den Umgang mit Angst, Abschied und Trauer in den Blick. Die Verletzlichkeit der Natur durchzieht auch den Themenbereich Nachhaltigkeit und ist u. a. Thema des Vortrags am 28. September über menschengemachten Lärm in den Ozeanen.

Das gesamte Herbstprogramm ist auf der Homepage der Katholischen Akademie Freiburg unter www.katholische-akademie-freiburg.de zu finden. Das gedruckte Programm ist erhältlich bei der Katholischen Akademie, Wintererstr. 1, 79104 Freiburg, Tel. 0761 31918-0, mail@katholische-akademie-freiburg.de.

Aktuelle Informationen oder Änderungen finden Sie rechtzeitig auf der Website, auf Facebook und Instagram sowie über den Newsletter der Katholischen Akademie Freiburg, den Sie abonnieren können über: www.katholische-akademie-freiburg.de/newsletter

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Veranstaltungen 

Schülerwettbewerb „Jugend testet“

Schülerwettbewerb „Jugend testet“
(c) Stiftung Warentest

Neue Runde startet jetzt

Selbertesten und Tops und Flops herausfinden. Darum geht es bei „Jugend testet“, dem bundesweiten Schülerwettbewerb der Stiftung Warentest. Von A wie Apps bis Z wie Zartbitterschokolade, die Jugendlichen können untersuchen, was sie interessiert. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 12.000 Euro und Reisen nach Berlin. Die Anmeldung ist ab sofort unter jugend-testet.de möglich.

Mitmachen können Schülerinnen und Schüler, die zwischen 12 und 19 Jahre alt sind – einzeln, als Team oder ganze Klasse. Sie müssen nur eine Schule in Deutschland besuchen. Was es braucht: eine gute Testidee, sinnvolle Prüfkriterien und Untersuchungsmethoden sowie eine nachvollziehbare Dokumentation des Tests.

Streamingdienste oder Supermärkte, Textmarker oder Tiefkühlpizza, Lieferdienste oder Lippenstifte – das Thema ist frei wählbar. Hauptsache, es passt in eine der beiden Wettbewerbskategorien Produkttests oder Dienstleistungstests.

Zu gewinnen gibt es in jeder Kategorie drei Hauptpreise mit 2.500 Euro, 2.000 Euro und 1.500 Euro sowie Reisen nach Berlin.

Wer jetzt schon eine gute Idee für einen Test hat, braucht nur noch eine Lehrkraft, die das Projekt unter www.jugend-testet.de anmeldet. Und dann kann es losgehen. Anmeldungen sind ab sofort bis 30. November 2022 möglich.

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Tag der offenen Tür im Haus auf der Alb

Tag der offenen Tür im Haus auf der Alb
Haus auf der Alb / Foto: Steffen Roller

30 Jahre Tagungszentrum der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB):
Das „Haus auf der Alb“ in Bad Urach lädt zum Tag der offenen Tür am 11. September 2022 ein

Mit einem abwechslungsreichen Programm lädt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 11. September 2022 in das „Haus auf der Alb“ ein. Seit nunmehr 30 Jahren kann sie das größte zusammenhängende Gebäude im Stil des “Neuen Bauens” im Südwesten als Tagungszentrum nutzen. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in den vergangenen Jahren ist das denkmalgeschützte Haus wieder zugänglich und bietet mit seinen großzügigen Räumlichkeiten und moderner Technik einen gelungenen Rahmen für Veranstaltungen und Tagungen.

Für alle Interessierten öffnet das Haus am 11. September 2022 seine Türen. Im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“® können nachmittags von 13 bis 17 Uhr verschiedene Angebote genutzt werden:

- Hausführungen zur wechselvollen Geschichte, zur Architektur des Kulturdenkmals und zu einzelnen Kunstwerken im Haus.
- Ein Seminar-Dokumentationsfilm, der Einblicke in die politische Bildungsarbeit vor Ort gibt: zum aktuellen Thema Zukunft der Arktis.
- Foto-Ausstellung „on democray“ – Schauplätze der Demokratie: Hintergrundinformationen und Gesprächsangebot mit den Fotografen Andreas Langen und Kai Loges, die arge lola.
- Angebote für Familien unter dem Motto „Was bedeutet Frieden für dich?“
- „Digitale Schnitzeljagd“ in und um das Haus zu den Aspekten Umwelt, Nachhaltigkeit, Geschichte und Architektur.
- Mitmach-Stationen für die ganze Familie zum Thema Kinderrechte.

Zum Verweilen laden die großzügige Terrasse und der angrenzende Park ein, von 14 bis 16.30 Uhr wird zudem Kaffee und Kuchen angeboten. Parkplätze stehen am Haus in begrenzter Anzahl zur Verfügung, die Fußwege zum „Haus auf der Alb“ (nicht barrierefrei) sind vom Busbahnhof bzw. Bahnhof Bad Urach an ausgeschildert.

Weitere Informationen und das Programm siehe online.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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