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Veranstaltungen 

denkmal aktiv fördert 2026/27 Schulprojekte in 12 Bundesländern

denkmal aktiv fördert 2026/27 Schulprojekte in 12 Bundesländern
denkmal aktiv-Denkmalerkundung (c) DSD / Foto: Heike Preller

46 Projektideen zum Lernen am Denkmal mit Schülerinnen und Schülern

Im Schuljahr 2026/27 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) gemeinsam mit Partnern 46 Schulprojekte aus 12 Bundesländern, in denen Schülerinnen und Schüler Denkmale als Lernorte kennenlernen. Mit dabei sind Schulen von Hamburg bis Bad Tölz, von Krefeld bis Chemnitz. Die Projekte als Teil des Schulprogramms „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ erhalten eine Förderung in Höhe von jeweils 1.900 Euro sowie eine fachlich-koordinative Begleitung. Zahlreiche Schulen hatten sich mit vielfältigen Projektideen für das Lernen am Denkmal beworben. Die große Resonanz unterstreicht das Interesse, das baukulturelle Erbe praxisnah in den Unterricht einzubinden.

Die teilnehmenden Lerngruppen ab Klasse 5 an allgemein- und berufsbildenden Schulen setzen sich im kommenden Schuljahr mit einer breiten Themenpalette auseinander. Die Projekte spiegeln die Vielfalt des kulturellen Erbes wider. Sie bieten einen anschaulichen Zugang zur Geschichte und vermitteln zugleich Einblicke in Lebens- und Arbeitswelten vergangener Zeiten. Gleichzeitig greifen die Projekte aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen auf, etwa die Um- und Weiternutzung historischer Bausubstanz.

In Bayern nehmen im Schuljahr 2026/27 vier Schulen an „denkmal aktiv“ teil: Mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus fördert das Schulprogramm Projekte in Bad Tölz, Eggolsheim, Eggenfelden und Höchstadt/Aisch.

„Ich freue mich über die große Resonanz auf unser Schulprogramm und die zahlreichen Projektideen zum Lernen am Denkmal. Die Sensibilisierung junger Menschen für das gebaute Erbe ist der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ein besonderes Anliegen. Denn die Erben der Erben sind es, an die wir die Denkmale weitergeben. Unsere Aufgabe ist es, ihren Wert und ihre Bedeutung zu vermitteln“, sagt Dr. Simon Geisler, Leiter der Abteilung Bewusstseinsbildung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Kontakt für inhaltliche Fragen:
Dr. Susanne Braun
Telefon: 0228 9091-450
E-Mail: denkmal-aktiv@denkmalschutz.de

Mehr Informationen zu denkmal aktiv unter: https://denkmal-aktiv.de

denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule, das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, bringt Schülerinnen und Schüler in direkten Kontakt mit historischen Gebäuden und ihren Geschichten. Seit 2002 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit dem Programm bundesweit Projekte an Schulen, in denen Schülerinnen und Schüler Denkmale als authentische bauliche Zeugnisse ihrer Zeit kennenlernen und gibt Materialien heraus, die die Lernpotenziale von Denkmalen für den Unterricht erschließen. Das Programm setzt sich dafür ein, Kindern und Jugendlichen den Wert und die Bedeutung des baukulturellen Erbes näher zu bringen und den Denkmalschutz als gesellschaftliche Aufgabe zu vermitteln.

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Veranstaltungen 

Deutsch-Französischer Spielenachmittag im Centre Culturel Français Freiburg

Sie haben Lust auf Spiel und Spaß? Dann ist unser deutsch-französischer Spielenachmittag genau das Richtige für Sie. Egal ob jung oder alt, Französisch oder Deutsch oder ganz ohne Sprache: Sie sind herzlich willkommen!

Einmal im Monat, am Mittwoch von 15:00 bis 17:00 Uhr, treffen sich bei uns Spielbegeisterte zu einer gemütlichen Runde mit Gesellschaftsspielen:
Scrabble, Uno, Stadt -Land-Fluss oder Rummi machen Spaß und sind ganz nebenbei auch noch „Gehirnjogging“. Bringen Sie gern Ihre eigenen Spiele mit - wir sind offen für alles!

Der nächste Termin findet am 08.07. statt!

Eintritt: frei. Anmeldung: kultur@ccf-fr.de.





Veranstaltungen 

Filmtipp: PERSEPOLIS

In markanter Schwarz-Weiß-Ästhetik erzählt der Animationsfilm mit Humor, Wärme und einer entschlossenen Suche nach Freiheit die autobiografisch geprägte Geschichte von Marjane Satrapi. Basierend auf ihrer Graphic Novel verbindet der Film persönliche Erinnerung mit politischer Zeitgeschichte und zeichnet den Weg einer jungen Frau nach, die im Iran der 1970er- und 1980er-Jahre mit Repression, ideologischer Gewalt und kultureller Entwurzelung konfrontiert wird.

Trotz seines reduzierten visuellen Stils entfaltet PERSEPOLIS eine große emotionale Kraft und erzählerische Klarheit. Der Film wurde international gefeiert und u.a. mit dem Preis der Jury in Cannes ausgezeichnet. PERSEPOLIS zählt heute zu den prägenden Animationsfilmen des 21. Jahrhunderts.

Frankreich/USA 2007, OmU, 96 Min., Regie: Marjane Satrapi

Kommunales Kino Freiburg
In Kooperation mit X für U Buchhandlung
In Gedenken an Marjane Satrapi
So 05.07., 19:30 / Sa 11.07., 21:30 /
Sa 25.07., 22:00 OPEN AIR beim Sommerfest unter Kastanien





Veranstaltungen 

“Europas Demokratie-Schild: Bollwerk oder Papiertiger?”

Podiumsdiskussion im CCFF

Die Europa-Union Freiburg (EUD) und das Centre Culturel Français Freiburg (CCFF) laden am Freitag, den 03.07. um 18:30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Demokratie-Schild der Europäischen Union ein. Gemeinsam mit Gästen aus der Politik, der Europäischen Kommission und der Zivilgesellschaft wollen wir auf die immer stärkere Bedrohung der europäischen Demokratien und deren Antwort darauf diskutieren.

Die Veranstaltung fügt sich in das Jahresthema des CCFF „80 Jahre seit der Gründung des Instituts Français Freiburg – Rückblick und Ausblick“ ein. Im Jahr seines 80-jährigen Bestehens blickt das Centre Culturel Français Freiburg auf acht Jahrzehnte deutsch-französischer Verständigung und europäischer Zusammenarbeit zurück. Vor diesem Hintergrund greift die Veranstaltung die Frage auf, wie die demokratischen Grundlagen und Werte Europas auch in einer sich wandelnden Welt geschützt und gestärkt werden können. Die Initiative „EU Demokratie-Schild“ steht für neue Ansätze in Umgang mit Desinformation und externer Einflussnahme. Seine Maßnahmen sollen Transparenz, Vertrauen und demokratische Teilhabe stärken – und den Weg für stärkere und resilientere Demokratien ebnen.

Wie genau können diese Maßnahmen umgesetzt werden, welche Wirkung können sie entfalten und welche Rolle kommt dabei der Zivilgesellschaft zu? Diesen Fragen wird in der Diskussion nachgegangen.

Auf dem Podium diskutieren Chantal Kopf (MdB), Wolfgang Bücherl (Europäische Kommission, Regionalvertretung Münschen) und Markus Meyer (Pulse of Europe).

Moderation: Europa-Union Freiburg und Centre Culturel Français Freiburg.

Eintritt: frei. Sprache: Deutsch. Anmeldung: kultur@ccf-fr.de.





Veranstaltungen 

Tag der offenen (iz3w)-Tür

Tag der offenen (iz3w)-Tür
Collageworkshop (c) Sarah Kamp

Samstag, 4. Juli ab 15 Uhr
Hinterhof in der Kronenstr. 16a, Freiburg

Mit Bücherflohmarkt, Kuchen- und Snackbuffet, DIY-Collage-Workshop, Führungen durchs Haus, Erzählcafé, Meet & Greet mit der Redaktion, interaktivem Ressourcenverteilungsspiel und multimedialer Lesung

Umsonst und draußen

15:30 – 17:30 Uhr:
Collage-Workshop: Solidarität – sichtbar machen

Wir laden Dich ein, gemeinsam mit der Collage-Künstlerin Sarah Kamp das analoge Collagieren zu entdecken. Du lässt Dich von Bildern, Farben und Formen inspirieren, schneidest, reißt, klebst, arrangierst und kreierst ganz neue Welten.

Wähle entweder dein Thema frei oder erzähle mit Deiner Collage eigene Geschichten und Interpretationen von Verbundenheit und Solidarität. Wir möchten einen wertfreien, entspannten Raum für kreative Entdeckungen und offenen Austausch schaffen. Alles was Du brauchst, sind Offenheit und Neugierde. Wir freuen uns auf Dich!

Materialien sind vorhanden, Einstieg jederzeit möglich, gegen Spende

16 & 17 Uhr:

Führungen durchs Haus mit anschließendem Erzählcafé zur bewegten Geschichte des iz3w mit Georg Lutz oder Meet & Greet mit der Redaktion

Ab 18 Uhr:
Nicaragua: Kontinuitäten und Brüche – 50 Jahre sandinistische Revolution und internationale Solidarität

Das Buch „Sandinistische Revolution und internationale Solidarität“ befragt Akteur*innen der 1980er-Jahre, junge Aktivist*innen von heute, ex-Sandinist*innen, Feminist*innen, Bauern und Bäuerinnen, Menschenrechts- und Umweltakteure aus Nicaragua und Deutschland: Was waren die Gründe und Erfolgsfaktoren der Nicaragua-Solidarität? Was ist übrig geblieben von der Revolution und internationalen Solidarität? Vor welchen Aufgaben steht heute die Solidaritätsbewegung angesichts Klimakrise und repressiver Regierung?

Die Lesung verbindet Textpassagen mit Bildern, Videos und Hintergrundinformationen. Sie richtet sich an alle, die an internationalistischer Solidarität interessiert sind, auch an jüngere Menschen, die die Ereignisse der 1980er-Jahre selbst nicht erlebt haben und aus der Geschichte von Nicaragua für zukünftige Emanzipationsprozesse lernen möchten.

Multimediale Lesung und Gespräch mit Klaus Heß sowie lokalen und internationalen Aktivist*innen: Silvio Prado und Maria Teresa Blandon aus Nicaragua und Guntram Ehrlenspiel aus Freiburg (Wiwilí-Verein).

Außerdem mit dabei: Ingenieure ohne Grenzen, Infostelle Peru, Wíwíli-Verein





Veranstaltungen 

Grüner Wasserstoff für die Energiewende

Sa. 4. Juli 10:30 Führung

„Grüner Wasserstoff aus Elektrolyse mit Freiburgs größter PV Anlage, die Wasserstoff-Tankstelle für Müll-LKW, Holz-Pyrolyse für Biokohle, Deponiegas für Strom und Nahwärme sowie die Behandlung verpackter Speisereste für Biogas“ sind die Themen der Führung am Samstag 4. Juli 2026 10:30 - 12 Uhr auf dem Eichelbuck im Freiburger Mooswald mit Marc Loskarn, Bereichsleiter Wasserstoff bei der ASF, Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH. Veranstalter ist ECOtrinova e.V. mit den ideellen Mitträgern des Samstags-Forums Regio Freiburg, u.a. AGUS Markgräflerland, BI Energiewende Waldkirch, Klimabündnis Freiburg. Der Treffpunkt ist am Eingang zur Deponie Eichelbuck im Mooswald, Freiburg i.Br.. Eintritt frei, begrenzte Teilnahmezahl, Anmeldung erforderlich an ecotrinova@web.de bis 2. Juli. Den Teilnehmenden ist Sonnenschutz und eigenes Getränk sehr empfohlen





Veranstaltungen 

Filmtipp: Smoke Sauna Sisterhood

Estonia, France 2023 | 89 Min | OmU | FSK: 12
Regie: Anna Hints |
Besetzung: Kadi Kivilo, Maria Meresaar, Elsa Saks | Raumzeit:

Mitten im schneebedeckten Wald Estlands treffen sich Frauen in einer glutheißen Rauchsauna. Im tiefen Dunkel der Sauna, umhüllt von Rauch, erzählen sie von ihrem Leben – von Lust und Scham, von der ersten Liebe und von Traumata. In der Stille der Sauna entsteht ein meditativer Raum, in dem die Frauen offen und vorurteilslos sprechen können. Mit den Gesprächen wird die starke Solidarität unter den Frauen spürbar.

aka-Filmclub
Di 30.06.2026, 20:00 | GHS Biologie

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Verschiedenes 

1976–2026: 50 Jahre Seveso-Katastrophe

1976–2026: 50 Jahre Seveso-Katastrophe
(c) mitwelt.org

Im italienischen Seveso wurde am 10. Juli 1976 in der Chemiefabrik Icmesa durch eine Explosion in einem Reaktor eine Giftgaswolke „freigesetzt“ (Neusprech) und dadurch eine der größten Chemiekatastrophen der europäischen Geschichte ausgelöst. Die Folgen für das norditalienische Städtchen Seveso und die umliegende Region waren verheerend. Neben anderen Stoffen entwichen große Mengen der hochgiftigen Dioxinverbindung TCDD in die Umwelt. Hochgiftiges Dioxin verseuchte ein 18 Quadratkilometer großes Gebiet, etwa 200 Menschen erlitten akute Vergiftungen (Chlorakne), zahllose Tiere verendeten. Erst acht Tage nach dem Unglück wurde die Fabrik geschlossen und das verseuchte Gebiet evakuiert. Icmesa war ein Tochterunternehmen von Givaudan, das wiederum zur Hoffmann-La-Roche-Gruppe gehörte. Die Schweizer Roche war verantwortlich für niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen und marode Anlagen, die so in der Schweiz nicht möglich gewesen wären. Die Arbeitsbedingungen in der TCP-Produktion waren extrem schlecht, die Anlage veraltet und unzureichend gewartet. Hohe Gewinne in Niedrigsicherheitsländern eben ... Seveso war damals aus Sicht Schweizer Konzerne eine industrielle „Verschmutzungs-Oase“ in Kerneuropa. Heute sind diese „Verschmutzungs-Oasen“ nach Asien oder Afrika weitergezogen, und mit dem erfolgreichen Kampf der Marktlibertären gegen das Lieferkettengesetz werden solche Zustände auch weiterhin bestehen.

„Als am Ende der Nachtschicht am Samstagmorgen die Anlage heruntergefahren wird, kommt es aufgrund von Wartungsfehlern zu einem dramatischen Anstieg der Temperatur in einem Reaktionskessel. Die Folge ist ein unkontrollierter Anstieg des Kesseldrucks. Um 12.27 Uhr entlädt sich der Überdruck über ein Sicherheitsventil ungefiltert in die Umwelt. La Roche hatte aus Kostengründen auf ein Auffanggefäß für ein Explosionsentlastungsrohr verzichtet. Eine halbe Stunde lang entweicht ein Gasgemisch, das eine giftige weißliche Wolke bildet und über Gärten und Kanäle nach Seveso zieht. Über das Ausmaß und die Folgen des Unglücks lässt die Firmenleitung die Anwohner zunächst völlig im Unklaren", berichtete der Deutschlandfunk.
Als Unfallfolge verdorrten die Blätter von Pflanzen am Unfallort, 3.300 Tierkadaver wurden aufgefunden. 200 Menschen erkrankten an schwerer Chlorakne, vierzehn Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Immer mehr Menschen wurden krank, die Umgebung der Anlage war stark verseucht. Am 10. September 1982 wurden die Fässer mit den gefährlichsten Abfallstoffen der Katastrophe mit Lkw abtransportiert. Die Lkw fuhren in Richtung Frankreich. Unglaublicherweise verlor sich dort ihre Spur ... Als die Medien vom „Verlust“ der Fässer erfuhren, kam es zu einem öffentlichen Skandal. Nach langem Suchen wurden die versteckten Fässer am 19. Mai 1983 schließlich in einem ehemaligen Schlachthof im nordfranzösischen Dorf Anguilcourt-le-Sart gefunden.
Die Chemiefabrik Icmesa stand noch für die „gute, alte, sichtbare, offene“ Umweltvergiftung der damaligen Zeit. Flüsse waren damals stinkende Kloaken, Kinder in der Umgebung von Verbrennungsanlagen litten an Pseudokrupp, in der Umgebung deutscher Bleichemiewerke starben Kühe an Bleivergiftungen. Es war die Zeit von DDT und Asbest. In Teningen wurde offen liegendes Grundwasser eines Baggersees mit Giftmüll verfüllt, und der Schweizer Atommüll wurde noch im Meer versenkt.
Nicht nur die Chemieindustrie begann mit Seveso, ihren professionellen Greenwash zu optimieren, um gefährliche Unfälle herunterzuspielen und Schadensersatzansprüche zu minimieren. Bei der Chemiekatastrophe im indischen Bhopal 1984 zeigte sich, wie pervers lohnend Greenwashing sein kann. Propagandistisch geschickt wurden in Seveso und Bhopal die Schadensersatzansprüche der Betroffenen minimiert. Die Täter, die Verantwortlichen und die Firma Roche wurden nie angemessen bestraft. Dieses – die Verantwortlichen werden nicht bestraft – Prinzip zieht sich wie ein roter Faden durch die Umweltgeschichte. Am 24. September 1983 verurteilte ein Gericht in Monza fünf Mitarbeiter in erster Instanz zu Freiheitsstrafen von zweieinhalb bis fünf Jahren. Alle Verurteilten gingen erfolgreich in Berufung. Das Gericht entschied auf Fahrlässigkeit statt auf Vorsatz und setzte die Strafen des Produktionsleiters Jörg Sambeth, der damals für seine Firma schwieg, sowie der Schweizer und italienischen Angeklagten zur Bewährung aus. Laut Sambeth waren Schmiergelder und verdeckte Beziehungen im Spiel.

Heute, im Jahr 2026, gefährden die überalterten Schweizer Atomkraftwerke Zentraleuropa, und die Schweiz ist eine globale Supermacht im Bergbausektor, wo noch immer zahlreiche Umweltverbrechen geschehen.

Damals wie heute galt und gilt:
"Die Gerechtigkeit (und das Recht) sind wie ein Spinnennetz – die Kleinen hält es fest, die Großen zerreißen es einfach." Nach einem alten lateinischen Zitat

Am Oberrhein lösten der Chemieunfall und der Umgang damit Entsetzen und trinationale Proteste aus. Die grenzüberschreitende Umweltbewegung und die Bevölkerung waren schon vor dem Unfall durch den Protest gegen AKW sensibilisiert. Es gab insbesondere in Basel viele Demonstrationen und Aktionen, bei denen es nicht nur um Umwelt, sondern auch um Gerechtigkeit ging. Zehn Jahre nach Seveso folgten die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und der Sandoz-Brand in Schweizerhalle bei Basel.

Die massiven Proteste der Umweltbewegung nach Seveso und die kritische Berichterstattung der Medien führten dazu, dass viele Industrieanlagen in Europa sicherer wurden. Die auf den Unfall folgende Seveso-Richtlinie ist ein europäisches Regelwerk, das darauf abzielt, schwere Unfälle mit gefährlichen Stoffen zu verhindern und die Auswirkungen solcher Störfälle auf Mensch und Umwelt zu minimieren. Diese Richtlinie und die Verbesserung der Umweltsituation in den letzten 50 Jahren sind nicht vom Himmel gefallen. Sie wurden von einer starken Umweltbewegung durchgesetzt.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (alt-)BUND-Geschäftsführer, damals aktiv in der Bürgerinitiativbewegung am Oberrhein







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