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Fokus Freiheit
(c) MariaDubova slash iStock
 
Fokus Freiheit
Veranstaltungsprogramm von Januar bis Juli 2026 der Katholischen Akademie Freiburg

„Freiheit ist unser und der Gottheit Höchstes. Diese wollen wir.“ Mit diesem Satz formulierte Friedrich Wilhelm Joseph Schelling zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen bleibenden Anspruch. Doch was bedeutet Freiheit für uns heute? Welche Formen, Grenzen und Herausforderungen prägen sie im 21. Jahrhundert? Wie lassen sich politische, gesellschaftliche und theologische Freiheitsvorstellungen denken – und verteidigen –, ohne sie zugleich zu gefährden?

Akademiedirektor Dr. Karsten Kreutzer betont, Freiheit sei ein Wert, der „nicht selbstverständlich gegeben, sondern stets neu errungen, begründet und verantwortet werden muss“. Die Katholische Akademie widmet deshalb ihr Programm 2026 dem Fokusthema Freiheit und lädt dazu ein, es aus verschiedenen Perspektiven zu befragen: als biblisches Grundmotiv, als Voraussetzung für die Demokratie, als ökologische Verpflichtung und als soziale Aufgabe. Veranstaltungen in Freiburg und darüber hinaus sowie online eröffnen Räume des Dialogs – entschieden, kritisch und offen.

Die nächsten Veranstaltungen im Überblick

Im Bereich Theologie und Religion eröffnet die Tagung „Verlust der demokratischen Kultur“ (5. März) den Diskurs über die Verantwortung von Christinnen und Christen angesichts autoritärer Entwicklungen. Mitwirkende wie Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, Erzbischof Stephan Burger und Landesbischöfin Heike Springhart diskutieren Wege, demokratische Freiheitswerte zu schützen.

Die Theologische Soirée „Mutter und Jüngerin Jesu“ (10. März) stellt Maria als Symbol einer befreienden Spiritualität vor. Der Studientag „Heilige Anarchie“ (20. März) fragt, wie kirchliche Organisationen Freiheitsräume ermöglichen können. Und mit „Ohne Judentum kein Islam“ (24. März) plädiert der islamische Theologe Mouhanad Khorchide für einen Islam, der seine eigenen Ressourcen für Frieden und Gerechtigkeit neu entfaltet – im lebendigen Dialog mit dem Judentum.

Im Feld Politik und Nachhaltigkeit rückt der Vortrag „Pilze – Das verborgene Leben im Untergrund“ (21. Januar) die ökologischen Verflechtungen des Lebens in den Fokus. Die Reihe „10 Jahre Pariser Klimaabkommen – und jetzt?“ (ab 22. Januar) beleuchtet, warum internationale Klimapolitik für den Fortbestand einer freien Gesellschaft unverzichtbar bleibt und welche Reformen nötig sind.

Mit „Historischer Fallout“ (29. Januar) zeigt die Umwelthistorikerin Simone Müller, wie militärische Aktivitäten die ökologischen Bedingungen des Anthropozäns prägen. Die Aktionstage „Der Mensch und die Vernichtung der Arten“ (26.–28. März) verbinden Wissenschaft und Kunst, um den dramatischen Verlust biologischer Vielfalt sichtbar zu machen. Zudem macht der Welterschöpfungstag 2026 (27. März und 23. April) auf die Grenzen planetarer Freiheit aufmerksam.

Im Bereich Ethik und Gesellschaft eröffnet der Online-Vortrag „Grundlagen zur Demenz – Von der Unsicherheit zur Diagnose“ (24. Februar) den Auftakt zu einer Reihe, die Angehörigen und Interessierten Orientierung bietet, wie schwierige Anfangsphasen einer Demenz sensibel begleitet werden können.

Die Podiumsdiskussion „Respekt kennt kein Alter“ (29. April) rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie gesellschaftliche Altersbilder die Freiheit von Menschen verschiedener Generationen beeinflussen – und wie ein wertschätzendes Miteinander gelingen kann.

Im Themenfeld Kunst und Kultur eröffnet die Podiumsdiskussion „(Er-)Findung der Kunst?“ am 4. Februar einen Blick auf die Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ und fragt, warum Menschen seit der Urzeit Artefakte jenseits des Zweckmäßigen schaffen und was frühe Ausdrucksformen über unser heutiges Kunstverständnis verraten.

Der ART-Gottesdienst „Ora et labora – Kraftort Frauenkloster“ am 7. März führt ins Oratorium des Klosters St. Lioba, wo Kunst, Liturgie und das Wirken von Ordensfrauen zusammenkommen und der spirituelle Raum selbst zu einer Quelle der Inspiration wird.

Veranstaltungsorte & Sanierung

Während der laufenden Sanierung des Tagungshauses in der Wintererstraße – voraussichtlich bis Herbst 2027 – finden die Veranstaltungen der Akademie im Collegium Borromaeum, in der Universität Freiburg, im Theater Freiburg, an weiteren Orten sowie online statt. Die aktuellen Veranstaltungsorte sind jeweils im Programm ausgewiesen.

Weiterführende Informationen

Das vollständige Programm ist abrufbar unter: www.katholische-akademie-freiburg.de

Katholische Akademie Freiburg
Akademiebüro im Komturm
Postfach 947, 79009 Freiburg
Tel. 0761 31918-0
mail@katholische-akademie-freiburg.de

Newsletter: www.katholische-akademie-freiburg.de/newsletter
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Eintrag vom: 08.01.2026  




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