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Gegenwartskunst: Kunst im Setzkasten
Kunst im Setzkasten (c) Jürgen Knubben.
 
Gegenwartskunst: Kunst im Setzkasten
Sechs Miniausstellungen im Format einer Setzkastenschublade

Fr 14.05. – So 20.06. | Galerie 1 im EWERK Freiburg
Online-Vernissage: Fr 14.05. | 19:00 Uhr

Fingerhüte, Spielzeugautos, Nippes-Figürchen: Was in Setzkästen präsentiert wird, hat zumeist wenig mit Kunst zu tun. Die Ausstellung „Kunst im Setzkasten“ kombiniert sechs Miniausstellungen im Setzkastenprinzip. Wie funktioniert das? Sechs Kurator*innen stellten in je einer Schublade eine Gruppenausstellung mit 15 Mini-White-Cubes zusammen. Sie luden dazu je 15 Künstler*innen ein, ein Werk oder eine Installation für eine dieser kleinen weißen Boxen von 10 x 20 x 11 cm beizutragen. Durch die unterschiedlichen kuratorischen Ideen ist eine Vielfalt von Modellausstellungen entstanden, die vielleicht einst im großen Maßstab umgesetzt werden.

Der Umgang der 90 eingeladenen Künstler*innen mit der zur Verfügung gestellten, weißen Schachtel kann grob in zwei Strategien unterteilt werden: Die einen nutzten den Raum als modellhaften verkleinerten Ausstellungsraum. Die andern sehen die Box als Behälter für ein unverkleinertes Objekt. Die beiden Strategien lassen sich bisweilen nicht voneinander trennen. So ist die Betrachter*in aufgefordert, immer wieder den Blickwinkel zu ändern und den Maßstab anzupassen. Bereits in den 1970er-Jahren richtete der Berner Künstler Herbert Distel ein „Schubladenmuseum“ ein. Marcel Duchamps „Boîte en Valise“ aus den späten 1930er-Jahren ist ein weiterer Vorkäufer eines mobilen Minimuseums.

Am Anfang der Ausstellung „Kunst im Setzkasten“ stand die Idee des Kunstsammlers und ehemaligen Druckers Axel Zwach, einen ausgedienten Bleidruck-Setzkasten mit Kunst zu bestücken. Zusammen mit Niklaus Bischoff und Jürgen Knubben, Leiter des Forum Kunst in Rottweil, hat er die Idee als Ausstellung und Publikation umgesetzt.

Publikation: Kunst im Setzkasten, Niklaus Bischoff, Jürgen Kubben; Axel Zwach (Hrsg.), Freiburg: Modo Verlag 2020.

Kurator*innen & Künstler*innen / Curators & Artists:

Niklaus Bischoff: Timo Alt, Hilde Bauer, Evgenij Gottfried, Caroline von Gunten, Günther Holder, Ben Hübsch, Thaddäus Hüppi, Steffen Lenk, Dirk Meinzer, Jacob Ott, Oliver Ross, Marco Schuler, Vincent Tavene, Florian Tate, Hanna Woll;

Heidi Brunnschweiler: Meris Angioletti, Anna Maria Balint, Franziska Baumgartner, Héloïse Delègue, Hanako Geierhos, Leolie Greet, Nici Jost, Hannah Kindler, Laurie Mlodzik, Platzhalter, Yelena Popova, Liesl Raff, Ayesha Sultana, Nika Timashkova, Helen Weber

Caroline von Guten & Simon Lieberherr: Franziska Ewald, Myriam Gallo, Emilie Lopes Garcia, Sonja Lippuner, Fabio Luks, Almira Medaric, Rebekka Michelet, Katrin Niedermeier, Marion Ritzmann, Maeva Rosset, Lorenzo Salafia, Adrian Schär, Mein Verein, David Zehnder

Hartwig Knack: Anna-Maria Bogner, Stephan Fillitz, Judith P. Fischer, Barbara Höller, Gerhard Kaiser, Alex Klein, Manfred Makra, Gabi Mitterer, Josef Adam Moser, Franz Riedl, Fritz Ruprechter, Gabiela Salzmann, Angela Schwanz, Krasimira Stikar, Esther Stocker

Jürgen Kubben: Arvid Boecker, Daniel Bräg, Claus Bury, Ottmar Hörl, Urban Hüter, Susanne Kühn, Sebastian Kuhn, Aldona Kut, Gerhard Langenfeld, Sophia Loth, Emilia Neumann, Heribert C. Ottersbach, Thomas Rentmeister, Cornelius Völker, Raymond E. Waydelich

Axel Zwach: Maria Brunner, Margret Eicher, Anna Fasshauer, Martin Gostner, Manfred Grommelt, Martin Kasper, Huber Kiecol, Florin Kompatscher, Jürgen Knubben, Klaus Merkel, Olaf Nicolai, Stephanie Senge, Stefan Wieland, Iskender Yediler, Joseph Zehrer

Öffnungszeiten Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK:
Do/Fr 17 -20 Uhr, Sa 14-20 Uhr, So 14-18
Es gelten die allgemeinen Abstands- und Hygienemaßnahmen.Sie können auf unserer Homepage oder direkt Vorort bequem einen Termin buchen. www.gegenwartskunst-freiburg.de
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Eintrag vom: 10.05.2021  




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