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Filmtipp: Leaning into the Wind - Andy Goldsworthy
Foto: Veranstalter
 
Filmtipp: Leaning into the Wind - Andy Goldsworthy
Deutschland, UK 2016 / 97 Minuten
Regie: Thomas Riedelsheimer
Darsteller: Protagonisten: Andy Goldsworthy, Tina Fiske, Holly Goldsworthy

Premiere mit Regisseur Thomas Riedelsheimer
in der Harmonie Freiburg am 8. Dezember 2017, 19 Uhr

Nach seinem überwältigenden Kinoerfolg RIVERS AND TIDES hat Thomas Riedelsheimer den in schottischen Land-Art-Künstler Andy Goldsworthy erneut über Jahre begleitet. Ein sinnliches Kinoerlebnis, das wunderbar entschleunigt und zur mehr innerer Ruhe und Gelassenheit beiträgt.

„Ich glaube die Schönheit von Kunst ist“, sagt Andy Goldsworthy in Riedelsheimers neuem Meisterwerk, „dass sie einem dazu verhilft, die normale Art des Gehens oder Schauens zu durchbrechen“. Und das demonstriert der Brite mit seinen Landschafts-Inszenierungen anschaulich. Nach wie vor ist die Natur bei ihm das Material wie der Stein bei einem klassischen Bildhauer. Nachdenklicher, ernster und rauer, macht sich der weltoffene Künstler inzwischen auch immer öfter selbst zur lebendigen Skulptur. Spektakulär klettert er in seiner schottischen Heimat durch einen dornigen, bizarren Zaun aus Schlehenhecken. Vor dem regengrauen Horizont wirkt seine dunkle Silhouette wie ein übergroßes Insekt. „Je älter ich werde, desto mehr muss ich mit Verlust umgehen“, verrät er. Offen spricht er dabei in diesem Zusammenhang auch über seine gescheiterte Ehe.

Feinfühlig zeigt Riedelsheimer, welche Spuren die Zeit bei Künstler und Werk hinterlassen hat. Sie ist als größte Zaubermeisterin in allen Arbeiten Goldsworthys gegenwärtig. Der Wechsel von einem in den anderen Zustand verweist immer wieder auf das Fragile des Seins. Berührend setzt die Doku auch seine Beziehung zu seiner erwachsenen Tochter Holly in Szene, die ihren Vater hingebungsvoll unterstützt. Gemeinsam stehen sie in einem purpurroten Mohnfeld und sammeln Blütenblätter für seine Blattskulpturen. „Ich habe nichts auf der Kunstakademie gelernt“, gesteht der verschmitzte Ausnahmekünstler heute, „sondern alles in der Natur.“ Exzellente Dokus wie diese verhelfen ihm mit ihrer kontemplativen Ästhetik und meditativem Sog zu einer Fangemeinde. Sie machen Kino zu einem sinnlichen Erlebnis, das wunderbar entschleunigt und zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit beiträgt.

„Eine Fortschreibung von RIVERS AND TIDES, mit dem gleichen meditativen, episodischen, visuell verführerischen Reiz!“ VARIETY
„Inspiriert dazu, die Schönheit in einem einfachen Windstoß zu entdecken und zu staunen!“ SCREEN INT‘L
 
Eintrag vom: 08.12.2017  




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