Prolix Studienführer - Freiburg
Montag, 18. Dezember 2017 Uhr

 
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Veranstaltungen 

Benefizkonzert für den Münsterbauverein

Benefizkonzert für den Münsterbauverein

„Requiem“ von Duruflé und Perlen des 20. Jahrhunderts

Ralph Vaughan Williams: Rest
Arthur Honegger: Adagio Mesto (aus der 2. Sinfonie)
Jonathan Dove: Seek him who maketh the seven stars
Maurice Duruflé: Scherzo, op. 2
Maurice Duruflé: Requiem, op. 9

Freiburger Kammerchor
Freiburger Kammerorchester
Orgel: Andrew Dewar
Leitung: Lukas Grimm
9.10.2017 19.30 h Musikhochschule Freiburg

Hauptwerk des Benefizkonzerts wird das berühmte „Requiem“ des französischen Komponisten Maurice Duruflé in der Kammerfassung für Orgel, Chor und Orchester sein. Duruflé verwendete nicht nur den Text der katholischen Totenmesse, sondern auch deren ursprüngliche gregorianische Vertonung. Durch impressionistische und harmonische Ausdeutung der fließenden mittelalterlichen Gesänge beschreibt sein Requiem wie kaum ein anderes Werk den tröstenden Übergang von dieser Welt in die nächste. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden, verzichtet der Komponist bewusst auf die eher kriegerischen Teile des Requiem-Textes (bspw. die Sequenz „Dies Irae“).

Ebensolchen Charakter hat auch der Grabgesang „Rest“ des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams inne, der das Konzert eröffnet. Als Kontrast wird das Freiburger Kammerorchester darüber hinaus den langsamen Satz aus Arthur Honeggers zweiter Sinfonie spielen – 1941 im besetzten Paris entstanden, beschreibt der Komponist darin vor allem die physische Kälte, die diese Zeit für ihn mit sich brachte.

Von leuchtenden Farben geprägt hingegen ist Jonathan Doves „Seek him that maketh the seven stars“ für Chor und Orgel, das mit kleinsten Motiven einen großen Bogen spannt und so dem Hörer durch ein ausgesetztes Zeitgefühl einen Eindruck der Ewigkeit verschafft.

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SWR


Veranstaltungen 

Stöbern und kramen für den guten Zweck

Stöbern und kramen für den guten Zweck
Foto: Europapark

Großer Charity Flohmarkt von Santa Isabel e.V.

Ob Kunst, Kleidung, Spielzeug oder Möbel – beim großen Flohmarkt für den guten Zweck am 07. und 08. Oktober 2017 kommen Trödler und Flohmarkt-Liebhaber voll auf ihre Kosten. Interessierte sind am Samstag und Sonntag von 10 – 18 Uhr herzlich eingeladen, in der Gärtnerei des Europa-Park nach Herzenslust zu stöbern und gleichzeitig Gutes zu tun. Eine prall gefüllte Tombola, die Flohmarkt-Modenschau und das Kinderprogramm sind nur einige Highlights der Veranstaltung. Der Erlös des Flohmarktes kommt über den Förderverein „Santa Isabel e.V. – Hilfe für Kinder und Familien“ bedürftigen Menschen zu, die unverschuldet in eine schwierige Lebenssituation geraten sind.

Flohmarkt-Freunde dürfen sich schon jetzt auf das zweite Oktoberwochenende freuen: Bereits zum siebten Mal findet der große Charity Flohmarkt in der über 1000 m² großen Gärtnerei außerhalb des Europa-Park statt. Geschirr, Krempel, Fahrräder, Bücher und antike Raritäten gehören zum Repertoire, auf das Schnäppchenjäger gespannt sein dürfen. Außerdem können Gäste schicke, aber günstige Second-Hand Mode erstehen, die bei der einmaligen Flohmarkt-Modenschau, die an beiden Tagen jeweils um 15 Uhr stattfindet, präsentiert wird. Mit einem glücklichen Händchen gibt es mit nur einem Los bei der Tombola hochwertige Preise zu gewinnen. Auch für junge Flohmarkt-Besucher ist einiges geboten – Kasperletheater, eine Malecke und das Kinderschminken lassen keine Langeweile aufkommen. Wer nach dem ausgiebigen Einkaufsbummel hungrig ist, kann sich mit Kaffee und Kuchen sowie herzhaften Snacks stärken. Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Band „Feel Harmony“.

Der Erlös aus dem siebten Flohmarkt für den guten Zweck kommt dem Förderverein „Santa Isabel e.V. – Hilfe für Kinder und Familien“ zu. Die erste Vorsitzende, Marianne Mack, unterstützt damit Menschen aus der Region, die dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Um möglichst viele Spenden zu sammeln und die Veranstaltung erneut zu einem Erfolg werden zu lassen, ist der Verein auf die tatkräftige Unterstützung ehrenamtlicher Helfer angewiesen. Helfen können alle Interessierten durch den Flohmarkt-Besuch am 07. und 08. Oktober, durch die Spende gut erhaltener Sachspenden oder die Anmietung eines eigenen Standplatzes. Ebenso willkommen sind Kuchenspenden und die persönliche Mithilfe am Wochenende der Veranstaltung, gerne auch als Model bei der Modenschau.

Marianne Mack und ihr Team freuen sich auf viele Besucher und ein schönes Flohmarkt-Wochenende. Interessenten können sich bezüglich einer Anmeldung und weiterer Fragen wenden an: flohmarkt@europapark.de oder telefonisch unter 07822/776688.

Der Europa-Park ist in der Sommersaison 2017 noch bis zum 05. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (längere Öffnungszeiten in der Hauptsaison). Infoline: 07822 / 77 66 88.

Weitere Informationen auch im Internet ....

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Verschiedenes 

Strandbad öffnet wieder

Freiburg. Das Ende der Freibadsaison ist noch nicht in Sicht: Aufgrund der guten Wetterprognose für die nächsten Tage wird das Strandbad wieder spontan für den Badebetrieb öffnen. Von Dienstag, 26. September bis einschließlich Sonntag, 1. Oktober 2017 hat das beliebte Freibad in der Zeit von 12 bis 18 Uhr für Frischluftfans geöffnet. Die Wassertemperatur wird bei ca. 20 Grad liegen. Das Kinderbecken ist aufgrund von technischen Arbeiten gesperrt und kann derzeit nicht genutzt werden.

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Verschiedenes 

Ab sofort: Anmeldung zur Notunterkunft für Studierende

Studierendenwerk bietet Buddys zur Unterstützung bei der Zimmersuche

Das Studierendenwerk bietet auch in diesem Jahr ab dem 2. Oktober wieder Notunterkünfte für die Studienanfängerinnen und –anfänger, die kurz vor Semesterbeginn noch kein Zimmer in Freiburg gefunden haben. Eine Anmeldung ist Voraussetzung für die Nutzung der Notunterkunft. Sie kann ab sofort auf der Website des Studierendenwerks (www.swfr.de à WOHNEN à Notunterkunft) unkompliziert vorgenommen werden.

Erstmals zum Wintersemester 2017/18 hat das Studierendenwerks für die Studierenden aus der Notunterkunft Buddys engagiert, die zum Beispiel bei Sprachproblemen Unterstützung anbieten oder dabei helfen, Wohnungsanzeigen zu sichten. Ziel des Studierendenwerks ist es, allen Studierenden zügig zu einer geeigneten Bleibe zu verhelfen und ihnen somit einen guten Start in den Unialltag zu ermöglichen. Die Buddys sind bereits jetzt per Email unter notunterkunft@swfr.de erreichbar. Ab dem 2. Oktober zusätzlich telefonisch täglich von 17.00 bis 19.00 Uhr unter 0761 2101- 200 oder -204.

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Verschiedenes 

Die nordkoreanische Atombombe und der blinde Fleck der Wahrnehmung

Die nordkoreanische Atombombe und der blinde Fleck der Wahrnehmung
Quelle: BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein

Die letzten Atomwaffenversuche Nordkoreas und die Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Trump vor der UN und seine Ansage: „Dann haben wir keine andere Wahl als die totale Zerstörung Nordkoreas“ zeigen die gefährliche Zuspitzung der Lage. Der Konflikt nimmt eine Dimension an, die nicht nur Millionen Opfer fordern kann, sondern den Weltfrieden gefährdet. Die Zuspitzung der Krise zeigt aber auch, was es bedeutet, wenn Neurotiker an der Spitze von Atomwaffenstaaten bei ihren kindisch-gefährlichen Sandkastenspielen über die schrecklichsten Vernichtungswaffen der Welt verfügen.

Die zunehmende Gefahr der Weiterverbreitung von Atomwaffen durch den Export von neuen AKW in Spannungsgebiete und durch die Entwicklung und Verbreitung neuer, kleiner Reaktoren ist der große blinde Fleck der aktuellen Berichterstattung.

Wie kam Nordkorea zu seinen Atombomben?
1962 beschloss die Regierung Nordkoreas, bei Yŏngbyŏn ein Atomforschungszentrum einzurichten. 1965 errichtete Nordkorea in Yŏngbyŏn mit sowjetischer Hilfe einen Forschungsreaktor mit 2 Megawatt Leistung. Er ging 1967 in Betrieb. Zugleich begann Pjöngjang mit dem Bau eines eigenen, kleinen, zweiten Reaktors mit einer Leistung von fünf Megawatt. Der Reaktor kann nach Schätzungen pro Jahr bis zu acht Kilogramm Plutonium erzeugen. "Yŏngbyŏn ist Nordkoreas einzige Anlage zur Produktion von Plutonium für sein Atomwaffenprogramm.", schrieb die Süddeutsche Zeitung.

Während die Welt und die Medien gebannt nach Nordkorea schauen, vergrößert sich die weltweit die Gefahr, dass immer mehr Länder, Diktaturen und Despoten über den Umweg der so genannten "friedlichen Nutzung der Atomenergie" in den Besitz von Atomwaffen kommen.

Schon am 11.12.2007 hatten die französische Umweltorganisation CSFR und der Bund für Umwelt und Naturschutz am Südlichen Oberrhein die gefährlichen Pläne des damaligen französischen Staatspräsidenten Sarkozy, Atomkraftwerke und damit Atomkraftwaffen nach Libyen und in andere Spannungsgebiete des Nahen Ostens zu exportieren, als Gefährdung des Weltfriedens scharf kritisiert. Die Presseerklärung stieß in den deutsch-französischen Medien auf „keine Resonanz“, denn im Jahr 2007 war Herr Gaddafi noch ein „guter, nützlicher Diktator“, mit dem sich gute Geschäfte machen ließen. Es brauchte keine 10 Jahre um zu zeigen, wie entsetzlich ein französischer AKW-Export gewesen wäre. Hätte Herr Sarkozy ein wenig früher seine AKW-Export-Pläne nach Libyen realisiert, dann hätte das Land, ähnlich wie Nordkorea, recht schnell über Plutonium und Atomkraftwaffen verfügen können.

Heute stellen wir öffentlich die Frage, warum sonnenreiche Länder (in politischen Spannungsgebieten) wie die Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate Atomkraftwerke bauen wollen, obwohl mit Photovoltaik und Windkraft doch zwischenzeitlich viel kostengünstiger Strom erzeugt werden kann. Geht es tatsächlich um den teuren Atomstrom oder um einen Machtzuwachs nach nordkoreanischem Vorbild?
Atomenergie wird aus PR- und Durchsetzungsgründen gerne als emissionsarme, klimafreundliche Form der Energiegewinnung dargestellt, mit der die Ziele der Klimakonferenz aus Paris erreicht werden können. Doch es war gerade Saudi-Arabien, das sich vehement und am Ende vergeblich gegen das Pariser Klimaabkommen gestellt hatte.

Die nordkoreanische Atombombe entsteht (über Umwege) mit Hilfe kleiner Atomkraftwerke. Gleichzeitig läuft weltweit die Kampagne für neue, kleine AKW, für den Thorium-Reaktor. Kleine und kleinste "umweltfreundliche & grüne" Thorium-Atomkraftwerke sollen zukünftig überall auf der Welt gebaut werden und die Forschung wird mit EU-Geldern gefördert. Aus den alten, großen Druck- und Siedewasser-Reaktor würden unzählige Klein- und Kleinstreaktoren in allen Ländern der Welt. In jedem dieser Mini-Reaktoren entsteht die Radioakivität vieler Hiroshima-Bomben. Für die heutigen und zukünftigen Diktatoren der Welt brächte schon die Möglichkeit, "schmutzige Bomben" zu bauen einen "nordkoreanischen Machtzuwachs". Die Abscheidung von Protactinium in Thorium-Reaktoren ist technisch möglich. 8 Kilogramm (waffenfähiges) Uran 233 können aus 1,6 Tonnen Thorium innerhalb eines Jahres hergestellt werden. Die IAEO rechnet, dass diese Menge Uran für den Bau einer Nuklearwaffe genügt.

Die wiederbelebte Idee der Verbreitung von vielen kleinen & großen AKW auf der Welt ist ein globales Selbstmordprogramm und ein atomarer Alptraum.

Atomkraftwerke sind Diktators und Terrorists Liebling. Der aktuelle Alptraum der nordkoreanischen Atombewaffnung würde durch den weltweiten Export von neuen AKW in Spannungsgebiete und von "schönen, kleinen Thoriumreaktoren" in´s Unendliche vergrößert.

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Autor: Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer Freiburg




Veranstaltungen 

»Leiden an der Realität - Leidenschaft für das Mögliche«

Zivile Konfliktlösung als christliche Handlungsoption

Im Rahmen des Fokusthemas „Solidarität“ findet am Dienstag, den 26. September 2017 um 19.00 Uhr ein Vortrag von Clemens Ronnefeldt mit anschließender Diskussion in der Katholischen Akademie Freiburg statt. Clemens Ronnefeldt engagiert sich seit mehr als 30 Jahren international in der zivilen Konfliktlösung. Diskutiert wird über tragfähige und realisierbare Konzepte jenseits militärischer Optionen. Eintritt zum Vortrag 6,00 €, ermäßigt 3,00 €.

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Die DDR zwischen Mythos und Wirklichkeit

Dienstag | 26. September 2017 | 19:00 Uhr | Universität Freiburg | Kollegiengebäude I | Hörsaal 1098

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin des Thüringer Landtags a.D. und ehem. Thüringer Wissenschaftsministerin.

Vor 28 Jahren leitete die „Friedliche Revolution“ den Prozess der Deutschen Wiedervereinigung ein und beendete damit nicht nur die Herrschaft der SED-Diktatur, sondern auch die vier Jahrzehnte andauernde Spaltung Deutschlands.
Wir möchten zurückblicken und an diesen historischen Glücksfall der deutschen Geschichte erinnern.

Prof. Dr. Dagmar Schipanski blieb in der DDR als promovierte und habilitierte Physikerin eine Professur der technischen Hochschule Ilmenau verwehrt, weil sie sich weigerte in die SED einzutreten. Erst nach der Wiedervereinigung wurde sie dort Professorin und später Dekanin und Rektorin. Als Leiterin des Wissenschaftsrates war sie maßgeblich am Umbau des ostdeutschen Wissenschaftsbetriebes beteiligt. 1999 wurde sie vom thüringischen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel überraschend für das Amt des Bundespräsidenten vorschlagen. Später zog sie als Ministerin für Forschung und Kunst in die Landesregierung ein. Von 2004-2009 amtierte sie Präsidentin des thüringischen Landtages. Sie engagierte sich im Präsidium und im Bundesvorstand der CDU und in zahlreichen Ehrenämtern.

Angemeldeten Gästen reservieren wir gerne einen Sitzplatz. Der Eintritt ist frei.

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Konzerttipp: Oliver Scheidis und Michael Oertel

Konzerttipp: Oliver Scheidis und Michael Oertel
Oliver Scheidies © Alex Jung

bei der Freiburger Blues Association im Gashaus Schiff

Oliver Scheidis und Michael Oertel spielen am Montag, den 25.Sptember 2017 im historischen Gewölbekeller des Gasthaus Schiff in der Schwarzwaldstraße 82 in 79104 Freiburg. Beginn ist um 20:00 Uhr, der Eintritt frei um eine Spende in den Hut wird gebeten.

Gefühlvoll, witzig, frech und geistreich ist die Liederpoesie von Scheidies. Der preisgekrönte Songpoet verliert auf gezügelte Weise die Kontrolle und feiert mit dem Publikum das "Endlich mal schön!" www.oliver-scheidies.de

Oliver Scheidies bietet einen Abend voller Poesie, süßer Melancholie und aufmüpfigem Rebellentum.

Scheidies’ Texte sind kleine lyrische Juwelen. Gerade weil er jegliche Distanz aufgibt und auch dorthin schaut, wo Versagen, Elend oder Hoffnungslosigkeit wohnen, werden sie so kostbar. Denn sein Blick ist zwar durchdringend, aber liebevoll und neugierig. Etwa im "Zitronenschlösschen" der Obdachlosen in Neckarstadt-West oder in der Berliner U-Bahn, wo vielleicht auch ein Zug fährt, "der niemals hält". Immer wieder blitzen in diesen Miniaturen die großen Themen des Menschseins durch, Tod und Vergehen, das Spiel der Zeit, Einsamkeit und Scheitern, Liebe und die Euphorie eines Augenblicks.

Scheidies bedient keine billigen Klischees, er wählt seine Themen eigenwillig aus, hinter jedem steht auch eine echte Geschichte, das spürt man. So erzählt er beispielsweise zur Berlin-Hymne von einem Obdachlosen in der U-Bahn, der ihm berichtet, er sei vor einem Vierteljahr gestorben. Dann kommt eine ganz bizarre Story, wie ihn ein Kumpel beim Sozialamt abgemeldet hat, weil er aus der Stadt weggegangen ist. Und als er wiederkommt, ist er dort gelöscht und wird als "verstorben" geführt. Die Geschichte ist zwar nicht im Liedtext verarbeitet, dieser fängt aber genial die gespenstische Atmosphäre von Existenzen in Parallelwelten ein.

Sein musikalischer Stil hat eine beachtliche Bandbreite zwischen hart und zart, die Gitarrenintros sind einfallsreich und technisch versiert, Melodik und Harmonik freundlich, aber nicht anbiedernd. Dazu kommt ein maskuliner Bassbariton mit viel Volumen und sinnlichen Komponenten. "Der Mond lädt die Erde zum Festbankett", "das Herz bleibt hungrig", "statt seiner Seele heult der Motor auf" – Scheidies kupfert nirgends ab, sondern bringt Eindrücke und Stimmungen in unverbrauchte Formeln, die ihren Weg direkt zu den Herzen der Zuhörer finden.

Die kabarettistische Komponente bedient Udo Lindenberg als "Special guest". "Dididi dii düüü" – die Zuhörer lassen sich nicht zweimal auffordern, da mitzusingen. "Wenn ihr Bock habt, könnt ihr auch ein bisschen die Sau rauslassen", das klingt zum Verwechseln nach Udo.

Oliver Scheidies: voc/git
Michael Oertel: git







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